Kategorie: Raum


Was braucht der Mensch? Seminar im SS 2013 an der HFK Bremen

16. August 2013 - 17:22 Uhr
Die Bahn weiß, was wir (nicht) brauchen!

Die Bahn weiß, was wir (nicht) brauchen!

Im Sommersemester 2013 konnte ich an der Hochschule für Künste in Zusammenarbeit mit Professor Alexander Sahoo das Seminar Was braucht der Mensch? innerhalb des Studiengangs Integriertes Design realisieren. Das Seminar bestand aus einem praktischen und einem theoretischen Teil; für letzteren zeichnete ich verantwortlich.

Die Frage „Was braucht der Mensch?“ ist so interessant und wichtig wie auch allgemein. Man könnte sie einem Biologen, einem Soziologen und einem Betriebswirtschaftler genauso stellen wie einem Designer.

Meine Grundüberlegung bei der Vorbereitung des Seminars bestand darin zu fragen, inwiefern die uns umgebende Welt mit all ihren produzierten Gegenständen und vorgedachten Bedeutungen unseren Bedürfnissen entspricht, und auf welche Weise wir versuchen, das Vorgefundene an unsere Belange anzupassen und uns anzueignen.

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Ein Duchamp oder „hasard en conserve“

1. April 2013 - 13:19 Uhr
Pissoir - Bremen, Ostertorsteinweg, Bäckerei Schäfer's

Pissoir – Bremen, Ostertorsteinweg, Bäckerei Schäfer’s

Im Jahre 1913 ließ ein Mann mit dem Namen Marcel Duchamps drei exakt ein Meter lange Fäden aus exakt einem Meter Höhe auf eine Fläche fallen. Das Ergebnis war eine Revolution, eine Metrik für den Zufall: jeder Faden repräsentiert „einen Duchamps“. Seitdem ist es möglich, die so unbestimmte und uns Menschen seit jeher bedrängende und beglückende Welt des Zufalls zu vermessen; seitdem ist wissenschaftlich belegt, dass es für jedes Ereignis ein Gesetz gibt, dem genau ein Fall zugeordnet werden kann. Weiterlesen »

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Was ist ein Gambiarra?

13. September 2012 - 20:52 Uhr

Gedanken zum 1. Pipi-Langstrumpf-Gesetz

Das 1. Pipi-Langstrumpf-Gesetzes lautet: „Ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt.“ Das ist gar nicht so einfach, denn die Welt, in der wir leben, haben wir zum großen Teil nicht selbst eingerichtet. Nun, da sie schon einmal da ist, geht es darum, sie nach unserem Bedarf zu gestalten. Das nennen wir Aneignung.

Bremen, Bleicherstraße: Ein Cambio-Parkplatz

Bremen, Bleicherstraße: Ein Cambio-Parkplatz

In meiner Nachbarschaft gibt es einen Cambio-Parkplatz. Davor ein Bürgersteig und eine wenig befahrene Wohnstraße. Neulich sehe ich zwei Jungs, die das niedrige breite Rollgitter geschlossen haben. Der eine stellt sich mit seinem Tennisschläger auf die Parkplatzseite, der andere auf die Straßenseite und schon hatte unsere Nachbarschaft einen Tennisplatz.

Bremen, Bleicherstraße: Unser Tennisplatz in der Nachbarschaft

Bremen, Bleicherstraße: Unser Tennisplatz in der Nachbarschaft

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Le Parkour

1. Juni 2011 - 14:59 Uhr

Die Aneignung von öffentlichem Raum – Teil 2

Daniel Ilabaca balanciert wie eine Katze. Foto von Jon Lucas, 01.12.2007

Daniel Ilabaca balanciert wie eine Katze. Foto von Jon Lucas, 01.12.2007

In den 80-Jahren lernte David Belle [1] von seinem Vater Raymond Belle die „Méthode Naturelle“ [2]. Der Vater – ein ehemaliger Vietnamsoldate – hatte sich eine zweckmäßige Bewegungstechnik angeeignet, mit der er sich im Wald und anderem unwegsamen Gelände zurechtzufinden konnte. Die ’natürliche Methode‘ ist eine Art Naturphilosophie des Körpers und seiner Bewegung im Raum: Es geht in einem umfassenden Sinn darum, sich unter Einsatz und fortlaufender Ausbildung des gesamten Körperpotentials und im Einklang mit den Bedingungen der jeweiligen Umgebung fortzubewegen. Le Parkour, offiziell von Belle erfunden und propagiert, ist einer der Nachfolger der „Methode Naturelle“ – auch wenn wohl früher damit begonnen wurde, die Waldläufertechnik in den Stadtraum zu übertragen [3]. Weiterlesen »

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