Kategorie: Literatur


Pop will eat itself: Hintergründe und Quellen

21. November 2014 - 08:34 Uhr

Am 16. November lief mein Radiofeature “Pop will eat itself – Vom Musikmachen mit Musik: Remix, Plagiat und Copyright”. Soweit ich weiss, kann man es noch bis zum 23.11.14 in der ARD-Mediathek online abrufen. Wie wohl bei allen Radiofeatures übersteigt die Menge des Materials und die der aufgenommenen O-Töne bei weitem die Sendezeit. Deshalb stelle ich hier eine willkürliche Auswahl an Hintergrundinformationen und Quellen zusammen, die im Feature selbst keinen Platz finden konnten oder nur angedeutet wurden. Viele Hinweise beziehen sich umittelbar auf das Feature. Bei weitergehendem Interesse ist mein Manuskript zum Download verfügbar. Die nachfolgende Ordnung orientiert sich ungefähr am Ablauf des Feature – sozusagen in der ‘Reihenfolge des Auftritts’: Weiterlesen »

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Wie man ein Radiofeature macht

4. November 2014 - 15:45 Uhr
Gemütliches Radio aus der Vorzeit von WEGA

Gemütliches Radio aus der Vorzeit von WEGA (Quelle: pixabay.com, CC0 Public Domain)

Am 16. November lief um 20:05 Uhr “Pop will eat itself – Vom Musikmachen mit Musik” im Deutschlandfunk (abrufbar in der ARD-Mediathek). Es ist mein erstes allein verantwortetes Radiofeature. Der Titel dieses Blogbeitrags ist natürlich übertrieben. Aber ich nehme die Sendung zum Anlass aufzuschreiben, was ich gelernt habe. Weiterlesen »

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Was braucht der Mensch? Seminar im SS 2013 an der HFK Bremen

16. August 2013 - 17:22 Uhr
Die Bahn weiß, was wir (nicht) brauchen!

Die Bahn weiß, was wir (nicht) brauchen!

Im Sommersemester 2013 konnte ich an der Hochschule für Künste in Zusammenarbeit mit Professor Alexander Sahoo das Seminar Was braucht der Mensch? innerhalb des Studiengangs Integriertes Design realisieren. Das Seminar bestand aus einem praktischen und einem theoretischen Teil; für letzteren zeichnete ich verantwortlich.

Die Frage “Was braucht der Mensch?” ist so interessant und wichtig wie auch allgemein. Man könnte sie einem Biologen, einem Soziologen und einem Betriebswirtschaftler genauso stellen wie einem Designer.

Meine Grundüberlegung bei der Vorbereitung des Seminars bestand darin zu fragen, inwiefern die uns umgebende Welt mit all ihren produzierten Gegenständen und vorgedachten Bedeutungen unseren Bedürfnissen entspricht, und auf welche Weise wir versuchen, das Vorgefundene an unsere Belange anzupassen und uns anzueignen.

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Im Radio: Man kann nicht nicht zitieren – Ein Sammelsurium

5. Juli 2013 - 09:10 Uhr

Update: Leider kann man das Feature nicht mehr online hören. Die Aufzeichung meines Vortrags zur Produktion auf dem StARTcamp 2013 steht noch zur Verfügung. Thomas von Nerdhub verfasste während des Vortrags dazu live einen Blogbeitrag.

von Martin Butz und Fabian von Freier
Sendetermin: 13.09.2013, 20:10 Uhr, Deutschlandfunk

Zitate am Boden - Hier muss aufgeräumt werden.

Zitate am Boden – Hier muss aufgeräumt werden.

Im Grunde sind alle Ideen aus zweiter Hand; bewusst oder unbewusst speisen sie sich aus Millionen äußerer Quellen; und wer sie gespeichert hat, benützt diese Ideen täglich mit dem zufriedenen Stolz dessen, der in dem Aberglauben lebt, er habe sie selber hervorgebracht. 1

Man kann nicht nicht zitieren ist ein Radio-Mashup, ein Sammelsurium – fast vollständig – zusammengesetzt aus Zitaten. Mit diesen Zitaten führen verschiedene Vertreter unserer Gesellschaft Gespräche über Gott und die Welt, die Moral, das Geld, die Wirtschaft, das Konsumieren und Koten – und das Zitieren selbst.

Am Anfang – vor ungefähr 2 Jahren – stand für die beiden Autoren der Gedanke, dass wir uns die Welt aneignen, indem wir zunächst und immer wieder nachahmen, zitieren, Fremdes verschlucken und in einer Art Verdauungsvorgang das Aufgenomme verarbeiten, um schließlich Eigenes wieder hervorzubringen.

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Todesnachrichten

4. Januar 2013 - 15:37 Uhr
Streichholzfiguren

Streichholzfiguren

Marginalie: Zum neuen Jahr fand ich in den Tiefen meines digitalen Gedächtnisses einige – sicherlich literarisch gedachte – Texte. Ich bin mir nicht sicher, wer sie geschrieben hat, finde sie aber lesenswürdig, auch wenn ich nicht jeden Satz darin begreife. Einige dieser Texte sind traurig, um nicht zu sagen depressiv; dazu passt das Motto: “Gestorben wird immer” (habe ich mir über Weihnachten angesehen). Das ist aber nicht so schlimm. Sie sind überdies so alt, dass man das “dass” noch mit “ß” schrieb. Falls jemand außer mir die Autorenschaft beansprucht, möge er mich vor einer Urheberrechtsklage bitte kontaktieren. Weiterlesen »

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Aneignung durch Semiotik: Logo trifft Trakl

3. August 2012 - 19:18 Uhr
Neulich auf meinem Seziertisch sehe ich: Das ZEITmagazin entarnt tropfenweise Batman's Logo als Kippfigur. Ungekippt bezieht sich das Cover auf das Attentat von Aurora.

Neulich auf meinem Seziertisch sehe ich: Das ZEITmagazin entarnt tropfenweise Batman’s Logo als Kippfigur. Ungekippt bezieht sich das Cover auf das Attentat von Aurora.

Im Dunkel

Es schweigt die Seele den blauen Frühling.
Unter feuchtem Abendgezweig
Sank in Schauern die Stirne den Liebenden.

O das grünende Kreuz. In dunklem Gespräch
Erkannten sich Mann und Weib.
An kahler Mauer
Wandelt in seinen Gestirnen der Einsame.

Über die mondbeglänzten Wege des Walds
Sank die Wildnis
Vergessener Jagden; Blick der Bläue
Aus verfallenen Felsen bricht.

Georg Trakl, 1915

 

Anmerkung vom 20.08.2013: Auch das Buch-Cover für Lolita von Jamie Keenan spielt mit dem Vexierbild.

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Über François Jullien und das planlose Leben

13. Juni 2012 - 13:33 Uhr
Screenshot aus "Work Hard, Play Hard" von Carmen Losmann, (c) hupefilm, http://www.workhardplayhard-film.de

Screenshot aus “Work Hard Play Hard” von Carmen Losmann, (c) hupefilm, http://www.workhardplayhard-film.de

Da die Fische, untereinander, in die Tiefe des Wassers streben,
genügt es, einen See zu durchqueren, und die Nahrung ist ausreichend;
da die Menschen, untereinander, in die Tiefe des tao streben,
genügt es, sich nicht zu bemühen und das Leben bestimmt.
(Konfuzius nach Jullien 2006:144)

Im Aikido spricht man davon jemanden zu bewegen. Der Gegner, oder besser der Trainingsparter greift an, seine Bewegung wird aufgenommen und mit der eigenen vereint. Was hier geschieht – wenn es denn gelingt – kann ich nur mit einer paradoxen Konstruktion umschreiben: Man lässt den Gegner gewähren, um ihn im eigenen Sinne zu steuern. Man folgt und führt zugleich. Mit viel Übung und im günstigen Augenblick ist dies keine esoterische Weisheit mehr, sondern eine konkrete, physische Erfahrung auf der Dojo-Matte. Weiterlesen »

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